Der Your® Liner Versorgungsablauf für zertifizierte Orthopädietechniker — vom ersten Termin bis zur Kostenübernahme. Regulatorische Details finden Sie in den regulatorischen Hinweisen (PDF).
1 — Den Termin vorbereiten
Drucken Sie das Memo-Blatt (PDF) — eine Seite, die alles festhält, was das Bestellformular abfragt: Patientendaten, Amputationshöhe und Aktivität, Kontrollmessungen, Silikon- und Suspensionswahl, gewünschte Dicken und das Textildesign.
- Silikontyp: Relax (weich), Active (mittel) oder Dynamic (härter). Bei hoher mechanischer Belastung — hohe Aktivität, hohes Körpergewicht, kurzer Stumpf — bevorzugt Dynamic. Fragen Sie Ihren MotionTech-Ansprechpartner nach dem Härte-Pad-Set.
- Kontrollmessungen: Planen Sie, wo Sie messen, und zeichnen Sie die Messhöhen direkt auf den Stumpf, damit sie im Scan sichtbar sind.
2 — Scannen
Jeder Scanner funktioniert, solange er .stl, .ply oder .obj ausgibt — Farbscans bevorzugt, damit aufgezeichnete Markierungen sichtbar bleiben.
- Position, nach Präferenz: stehend (Weichteile hängen nach unten, weniger Pistoning) → sitzend auf einer hohen Unterlage → Scan eines unbearbeiteten Gipspositivs.
- Drei Grundsätze: Weichteile nicht nach oben drücken; die gescannte Form soll der Form beim Anziehen entsprechen; der Patient soll bequem sitzen oder stehen, damit er still bleibt.
- BK-Flexion: Scannen (und messen) Sie im Flexionswinkel, den der Liner haben soll — etwa 20° Vorflexion empfohlen, nie mehr als 40°.
- Roh hochladen: kein Glätten, kein Füllen von Löchern — unsere Designer überarbeiten das Modell nach unseren Qualitätsstandards, was die Zufriedenheitsgarantie einfach hält.
- Machen Sie Videos von der Bewegung der Weichteile und notieren Sie alles Ungewöhnliche in Ihren eigenen Worten.
Alle Details in den FAQ Scan & Bestellung.
3 — Konfigurieren & bestellen
- Bestellarten: Neubestellung, Kopie-Bestellung (per Seriennummer, mit Anpassungen), Folgebestellung, Garantieantrag.
- Dicke: Jeder Liner startet mit dem Standardprofil für Amputationshöhe und Silikon; Pads hinzufügen oder Narben und Vertiefungen füllen — einfach Zonen einzeichnen. Grenzen: minimal 2,5 mm (3 mm bei Relax), maximal 25 mm.
- Aufhängung: distales Locking (M10/M6), Silikonringe unterhalb des Knies (Rotationskontrolle oder Vakuum ohne Sleeve) oder oberhalb des Knies (Abdichtung Liner–Sleeve) — kombinierbar.
- Birnenförmige Stümpfe: Geben Sie es auf der ersten Seite des Bestellformulars an und wählen Sie den Schafttyp — die Kompensation wird eindesignt, nicht als Zone gezeichnet. Wenn die Anziehkraft ein Thema ist, fordern Sie vor dem Druck eine An- und Auszieh-Validierung an.
- Unsicher beim Modell? Fordern Sie eine 3D-Modell-Validierung in den Bestellkommentaren an und prüfen Sie das Design, bevor es gedruckt wird.
4 — Anpassen & prüfen
Gehen Sie bei der Übergabe das Anziehen gemeinsam mit dem Patienten durch (siehe Patienten-Leitfäden) und prüfen Sie gemeinsam:
- Die Ausrichtungslinie sitzt wie designt („Posterior“ hinten / „Medial“ innen) und die dickeren Zonen decken die vorgesehenen Bereiche ab.
- Keine Falten oder Lufteinschlüsse zwischen Stumpf und Liner — und Sleeve, falls verwendet (horizontale Linie auf Gelenkmitte).
- Der Patient löst alle ~5 cm die vertikale Spannung beim Aufrollen — besonders bei kompensierten Linern, wo Längsdehnung die designten Dicken verschiebt.
- Einige Schritte in sicherer Umgebung bestätigen die Haftung, bevor der Patient geht.
Wenn ein erster Liner nicht passt: mit Fotos, Videos und Messungen dokumentieren und einen Garantieantrag stellen — die Zufriedenheitsgarantie deckt den Ersatz.
5 — Für die Kostenübernahme dokumentieren
Klinische Einseiter pro Indikation unterstützen das Kostengespräch mit den Versicherern:
Jede Indikation hat zudem einen Leitfaden auf den Use-Case-Seiten; Berichte für die übrigen Indikationen werden derzeit fertiggestellt.
Bevor der Patient nach Hause geht
- Übergeben Sie die Gebrauchsanweisung (PDF) und gehen Sie die Pflege-Routine durch (tägliche Reinigung, wöchentliche Desinfektion, Trocknen mit der Stoffseite nach aussen).
- Stellen Sie sicher, dass der Patient selbstständig an- und ausziehen kann und dabei wie geübt die Spannung löst.
- Vereinbaren Sie den Eingewöhnungsplan — und die Regel: maximal 8 Stunden am Stück.
- Empfehlen Sie den Austausch nach spätestens 6 Monaten — Funktion, Sicherheit und Hygiene.
Fragen während einer Versorgung? Kontaktieren Sie uns oder wenden Sie sich direkt an Ihren regionalen Ansprechpartner.